Donnerstag 14.11.2019

Donnerstag 14.11.2019 

Bericht von Susanne

Es gibt ein total heftiges Gewitter mit ganz viel Regen... überall fließt das Wasser.
In der Morgenbesprechung gibt es eine Schulung im Umgang mit Patienten, die mit entgleistem Diabetes ins Krankenhaus kommen. Dr. Matu macht das sehr souverän, man kann alles gut verstehen (auch als Nicht-Internist) In der Praxis sind heute die Kinder Alont, 17 Monate, leichter Hydrocephalus, und kann nicht gehen, und Edson, 2,5 Jahre, Klumpfuß auf der einen Seite und verstümmelter Fuß nach Infektion auf der anderen Seite. Beide soll ich mir ansehen und dann mit Maimuna besprechen was man tun könnte. 

Auch Eddy kommt heute (der kleine Junge, den Dan bei unserem letzten Besuch fast täglich behandelt hat); Onesmo und Melchior üben mit ihm einmal in der Woche und man kann gut sehen wie viel Fortschritt er gemacht hat. Super! 
Nachmittags transportieren wir die Motor-schiene, die wir im März im Physioraum gefunden haben und die sogar noch funktioniert, zu Pastor Gideon, der auf dem Krankenhausgelände wohnt und bei einem Motorradunfall eine Tibiakopffraktur erlitten hat. Leider ist wieder mal der Strom weg und wir können den „Probelauf“ erst am nächsten Tag machen. 

Jackson steht das erste mal vor dem Bett und schafft es tatsächlich schon leichte Kniebeugen mit dem gesunden Bein zu machen.... und das nach 10 Monaten Bettruhe.

Zum Abendessen treffen wir uns mit den vier Ärzten, die diese Woche zum Erfahrungsaustausch hier in Ndolage waren. Es ist sehr lustig und auch sehr interessant und gibt einige Einblicke in die verschiedenen Kulturen der vier. 

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Mittwoch 13.11.2019

Mittwoch 13.11.209 

Bericht von Meike

Für heute waren eigentlich 3 Operationen geplant, Sectio und 2 x Prostaentfernung. Ich also direkt in den OP um dann festzustellen dass mal wieder alles verschoben wurde, weil noch keine Blutkonserven vorrätig sind... Daher habe ich versucht herauszufinden welcher Doktor nun für Jackson zuständig ist, langsam muss eine Entscheidung fallen wie es mit ihm weiter geht... Unterschenkel Fixateur dynamisieren oder ganz raus ???

Oberschenkel neu reponieren mit 2 neuen Pins in einem anderen Winkel ??? (Dr. Guido - du fehlst hier vor Ort!!!) irgendwie traut sich keiner der hiesigen Ärzte eine Entscheidung zu fällen... der Traumachirurg, der sich das letzte Mal um ihn gekümmert hat arbeitet jetzt in einem anderen Krankenhaus im Umland, eventuell kommt er die Tage mal vorbei... uns läuft ein bisschen die Zeit davon... Jackson soll ja aus dem Bett (nach über 6 Monaten). Die beiden äußeren Spanner (Fixateure behindern ihn allerdings zu sehr).

Des weiteren war ich heute Vormittag mit Dr. Maimuna (Gastkinderärztin aus Mwanza) unterwegs auf der Wöchnerinnenstation und im Kreißsaal. Wir haben mit den 2 männlichen Hebammen Herzlungen Wiederbelebung bei Neugeborenen an einer speziellen Demo Puppe geübt - die 2 Geburtshelfer waren sehr gut darüber informiert und wussten was zu tun ist. 

In der Sprechstunde haben wir noch 2 Kinder entdeckt, eins mit Osteomyelitis am Unterschenkel und Abszess und eines mit einer großen Zyste an der Wade. Der Dr. Elibariki (Gastarzt aus Mwanza) hat entschieden beide morgen zu operieren, gut, dass ich spezielle Antiseptiptische Wundspüllösungen und Wundauflagen dabei habe, die können wir dafür gut gebrauchen...

Dann möchte ein weiteres Baby auf die Welt kommen, die Mutter ist angeblich schon 4 Wochen über dem Termin hat aber eine Blutarmut, Hb (Das Hämoglobin) Wert nur 8 (12,5 ist normal). Es wurden extra Blutkonserven bestellt, die sind immer noch nicht angekommen. OP ist gut verlaufen, das Baby ist fein, ein kräftiger Junge.

Abends sind wir bei Wittness und Richard zum essen eingeladen, sehr lecker.

Als wir alle Barfuß am Tisch saßen (es ist üblich hier die Schuhe auszuziehen) krabbelte eine dicke Spinne, braun mit Haaren auf den Beinen über den Boden, zum Glück hat Richard sie schnell erledigt.

Bericht von Susanne 

Es gießt mal wieder!

Heute ist Vormittag ist Praxis. Odilo kommt zu Besuch, sein Bein hat sich noch weiter verbessert. Er geht gut und kann auch wieder den Ball kicken. Eine besondere Freude auch für Meike, die vor einem Jahr bei seiner OP dabei war!


Auch Iddi kommt in die Praxis; er braucht eine Bandage für sein etwas instabiles Sprunggelenk (er hat auch eine Osteomyelitis am Unterschenkel).
Der kleine Maschauri (Zerebralparese), den ich schon im März kennengelernt habe, kommt. regelmäßig jeden Mittwoch zur Physiotherapie und so auch heutest. Er hat gute Fortschritte gemacht und ich bin sehr stolz auf die Arbeit von Onesmo und  Melchior !!

Da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, brechen Melchior und ich  auf zum Besuch von zwei Palliativ Patienten.
Mit dem Motorrad und Melchior mit seinen neuen Klamotten. Die Straßen sind noch ziemlich rutschig, aber Melchior ist ein guter und vorsichtiger Fahrer.
Wir besuchen und behandeln Adrophina ( Hemiparese ) und Levinia (großer Tumor in der Brust). Immer sind viele Familienangehörige dabei und man merkt die Wertschätzung und Freude über unseren Besuch.




Zum Mittagessen treffe ich auch die anderen... Martin hatte wieder viele Patienten und hatte auch eine gute Zusammenarbeit mit Dr. Matu (Internist aus Dodoma, der zu den Gastärzten gehört)
Nachmittags nimmt mich Maimuna mit zur Untersuchung eines gerade geborenen Babies, das Auffälligkeiten zeigte.

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Dienstag 12.11.2019

Dienstag 12.11.2019 

Bericht Dienstag von Meike

Wir sind wach, nach der Andacht, in der Morgenbesprechung wurde schon über eine Patientin diskutiert, 2. Schwangerschaft und Zustand nach Kaiserschnitt... was genau ihre Probleme waren hatte ich nicht verstanden, nur dass es ein Kaiserschnitt werden wird und zwar gleich an 1. Stelle. Also ein zügiges Frühstück und ab in den Op. 

Alles lief gut, ein kräftiges Mädchen von über 4 Kg erblickte das Licht der Welt.



Heute sind noch 3 weitere Eingriffe geplant, 2x Mandelentfernung und eine aufwendige Wiederherstellung der Zunge bei einem Kleinkind (es hatte einen Unfall und sich dabei die halbe Zunge durchgebissen... 

Der Gastarzt aus Arusha, Elibariki Marco (ein richtiger Massai) hat alles ruhig und in meinen Augen souverän gemeistert. Sehr hilfreich bei allen Eingriffen war die von mir mitgebrachte "Maulsperre" (Spende aus der HNO Abteilung vom MHO - vielen Dank) sie wurde für alle 3 Eingriffe wieder aufbereitet und benutzt!

Ebenso das Diathermiegerät zum Veröden von Gefäßen kam zum Einsatz und fand großen Anklang...
Sofort kommen weitere Wünsche auf, elektrischer Sauger, Narkose-gerät usw... es fehlt auch wirklich an all diesen Geräten und es fällt mir schwer verständlich zu erklären, dass es auch für uns teuer ist all diese Geräte zu besorgen und herzubringen...

Als ich dann um 15.30 Uhr endlich "Lunch time" hatte, habe ich auch kurz Dr. Martin und Susanne getroffen. Manchmal sieht man sich tagsüber kaum ...

Heute Abend gegen 18.00 Uhr soll ein weiterer Kaiserschnitt laufen und ich soll assistieren (mache ich sehr gerne).

Update... nach langer Diskussion hat man sich entschieden die Patientin doch morgen früh zu operieren, heute ist der Narkosearzt zu müde...

Ich (Meike) bin sehr gespannt auf morgen ....eventuell treffen wir Odilo, den Jungen, der im letzten November unser 1. Patient war. Er geht jetzt wieder zur Schule.
Heute war eine Erfolgreicher Tag!

Bericht Dienstag von Susanne
Jetzt kommt der Bericht von meinem Dienstag, der ganz im Zeichen von Lehren und Lernen gestanden hat...und ausgesprochen ruhig war Mit Melchior und Onesmo habe ich über die Behandlung von Apoplex (Schlaganfall) und die Entwicklung von kindern gesprochen. Die beiden haben sehr viel Erfahrung in den letzten Monaten gesammelt und eigene Ideen entwickelt, sodass ich einen guten Ausgangspunkt für weitere Aspekte dieser Behandlungen hatte. (Dan: ein toller Erfolg unserer Aktion im März!!!)

Die beiden Kinderärztinnen Maria (aus Ndolage) und Maimuna (aus der Kinderklinik in Mwanza) wollten gerne bei einer Behandlung eines Kindes mit Zerebralparese zuschauen und an dem Mädchen Glori (Zerebralparese und Mangelernährung) konnte ich gut zeigen wie man schon durch eine einfache Behandlung auf dem schoß den Tonus beeinflussen kann. Außerdem ist diese Behandlung etwas , das die Mütter gut weitermachen können um ihr Kind zu fördern.

Von Maimuna habe ich im Gegenzug viel über rheumatisches Fieber ( auf der Station liegt Kelvin, 13 Jahre mit diesem Krankheitsbild, das sehr bedrohlich ist und zu einem Herzschaden führen kann) und TOFF gehört, schwererer Herzfehler ("Loch im Herz") bei Kindern. Martin zeigte mir dann sogar wie sich das anhört.

Hier sind im Moment gerade zwei Kinder( 3 und 4 Jahre ) mit TOFF. Bei uns wird so etwas im ganz frühen Alter operiert...aber hier? Auch hier gibt es ein Segen Möglichkeiten: die beiden werden zuerst zur weiteren Diagnostik in die Kinderklinik nach Mwanza geschickt ( die Transport kosten werden eventuell übernommen), dann kommen sie auf eine Warteliste für eine op in Israel, Pakistan oder Indien; die kosten dafür trägt eine Hilfsorganisation.

Nachmittags bekommt das palliativ Team, das sind Amelia, Melchior und Onesmo, mehr oder weniger den Inhalt meines einen Koffers: Kleidung, Rucksäcke und Schuhe für die Motorrad Touren zu den palliativ Patienten und Material für die "hospice bags", d.h. Handtuch, seife etc... Alle Sachen passen, wir haben viel Spaß bei der Anprobe! DANKE AN ALLE SPENDER!
(...und mein schwitzen unter der dicken Motorrad Jacke hat sich wirklich gelohnt!)

Jackson trainiert fleißig sein gesundes Bein und wir warten auf weitere Informationen wie es mit den beiden Fixateuren weitergehen soll...

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Montag, 11.11.2019

Montag, 11.11.2019

In der Nacht wurden wir schon vom Regen geweckt und es regnet weiter... ungeduscht (kein Wasser) gehen wir um 7:30 Uhr zur Andacht. Dort werden wir sehr herzlich begrüßt. Anschließend allmorgendliche Besprechung mit allen Ärzten und Einteilung des Tages... 
Dr. Martin verschwindet mit Dolmetscher im OPD wo schon unendlich viele Patienten auf ihn warten... wir bringen ihm gegen Mittag mal etwas zu essen und trinken damit er durchhält... gegen 18.00 Uhr kommt er dann in unsere Unterkunft und genießt in Ruhe die Aussicht in der Abenddämmerung über das Tal... 
Susanne hatte einige Patienten am Vormittag und hat versucht Patient Jackson auf die Beine zu stellen.... es ist allerdings noch ein langer Weg für ihn aber er ist sehr gut zufrieden und hat erstmal lange für alle gebetet.
Ich (Meike) habe heute die ganzen Materialien für den OP mit Schwester. Winfrida gesichtet und sortiert und mir einen Überblick verschafft... 
Materialien und die Diathermie Geräte 
Morgen wollen wir die beiden Diathermie Geräte in Betrieb nehmen (sie müssen genau wie bei uns erst vom Techniker gecheckt werden), und eben dieser Techniker hat heute stundenlang versucht in unserer Unterkunft die Wasserleitungen zu reparieren... seit gestern geht weder Toilettenspülung noch Dusche... ein Waschbecken gibt gut Wasser... also Eimer füllen und Flasche über den Kopf...

Am Nachmittag war ich mit 2 OP Pflegern im Dorf mit dem Pikipiki (Taximoped) und wir haben versucht eine Internet Simkarte / Aufladekarte zu bekommen... leider erfolglos... also haben weiterhin nur sporadisch Verbindung...



Aber morgen ist ein neuer Tag, wir werden sehen...

Lala Salama!


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Sonntag, 10.11.2019

Sonntag,10.11.2019

Es gießt in Strömen!
Frühstück 
Zum Frühstück ist Nico Tinka (der “Gesundheitsminister “der Diözese, d.h. der Zuständige für den (Gesundheitsbereich) schon da, um uns zu begrüßen und wir haben ein langes Gespräch mit ihm über den Aufenthalt jetzt und die weitere Planung und die Visionen für das Krankenhaus in Ndolage. Man merkt wieder wie wichtig unsere Besuche für die Leute hier sind... Ganz viele Patienten warten schon auf die “weißen“ Ärzte. Wir sind natürlich ein ganz gutes “Werbemittel “! 

Uns ist allerdings sehr wichtig -und das versuchen wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu deutlich zu machen-dass wir uns mit dieser Rolle der “ Wunderheiler “ auseinandersetzen müssen und dass diese Einstellung auch für die Ärzte vor Ort, die einen sehr guten Job machen, schwierig sein muss, denn dadurch werden sie ja irgendwie zur “zweiten Wahl “.

Mittlerweile regnet es nicht mehr und wir gehen einmal zum Ufer des Victoria Sees.

Nachmittags geht es dann weiter in Richtung Ndolage. Die Koffer werden ein weiteres Mal auf das Dach des Toyota gehievt und es geht los. 

Aaron weiß noch immer
wie man sich richtig bückt !
In Bukoba laden wir die SIM Karte auf, so dass endlich “Danke Dan” funktioniert, d.h. wir haben Internet... oft jedenfalls. 

Unterwegs treffen wir auf ein Beerdigungsfahrzeug. Ein alter Pickup mit mehreren jungen Männern und einem Holzkreuz. Auf der Ladefläche auch der in eine blaue Plastikplane eingewickelte Leichnam... auf dem Weg zum Geburtsort des Verstorbenen. Aron erzählt uns sehr betroffen, dass es ein guter Bekannter von ihm war, Anfang dreißig mit zwei kleinen Kindern; er hatte einen Unfall...

Auf dem Weg nach Ndolage sieht man dass es in der letzten Zeit sehr viel geregnet hat. Laut den Einheimischen viel mehr als sonst... das Wetter sei unvorhersehbarer geworden... die Ernte der Kochbananen und Bohnen deutlich geringer... nicht gut für die Menschen hier... 

Ndolage... endlich angekommen!!!

Dr. Lilian erwartet uns schon an unserer Unterkunft... ein sehr herzliches Wiedersehen!
Wir laden ab und packen aus, dann gibt es eine Führung durch das Krankenhaus.

Wir erfahren, dass in der nächsten Woche eine Kinderärztin aus Mwanza, ein Allgemeinchirug aus Arusha, ein Ultraschall Experte, ein Internist und ein Gynäkologe da sein werden, um gemeinsam zu arbeiten und sich auszutauschen...wir sind begeistert und gespannt...

Die Kinderärztin Maimuna (bedeutet: kann alles!) -ein kleines Energiebündel-, den Ultraschall Experten Verus und den Chirurgen Eli lernen wir abends beim Essen noch kennen. 


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Es geht wieder los!

Es geht wieder los!

Freitag, 8.11.2019 und Samstag, 9.11.2019

Am frühen Nachmittag treffen wir, das sind Meike, Martin und ich (Susanne) uns am Bielefelder Bahnhof. 
Die letzten unausgenutzten Möglichkeiten unserer Koffer werden noch ausgefüllt, so dass wir letztendlich mit 6 großen, 22,5 kg schweren Koffern in den IC nach Frankfurt gestiegen sind. Am Flughafen sind wir froh, als wir am Check-in Schalter endlich die 6 Koffer los sind.


Der Flug startet pünktlich und nach mehr oder weniger Schlaf landen wir morgens in Adis Abeba, von wo aus es dann etwas später weiter nach Entebbe in Uganda geht.

Alle Koffer kommen auch an und gehen problemlos durch den Zoll. Es ist tierisch heiß und unser abholteam aus Ndolage steht schon bereit. Es ist schön Aron und Joseph wiederzusehen!
Das Gepäck wird auf dem Dach des Toyota verstaut, wir quetschen uns auf die Rückbank und sind froh , dass bis jetzt alles gut geklappt hat.
Am Äquator gibt es einen Zwischenstopp. 
Unglaublich an diesem Punkt zu stehen, bzw. mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen. Auch das Drehen der Blüte ein Waschbecken funktioniert genau so wie immer behauptet: im Norden clockwise, Im Süden counterclockwise... hier sichtbar im Abstand von einigen Metern. 
Die Autofahrt dauert unglaublich lange, denn die Straßen sind oft voll und es gibt viele große Schlaglöcher. Ein Segen haben wir einen sehr guten Fahrer, zu dem wir viel vertrauen haben.

Weiter geht es durch sehr grüne Landschaft. Die vielen kleinen Stände am Straßenrand beeindrucken uns, man kann einfach alles finden: Gemüse, Obst, Fische, Schubkarren, Bettgestelle, Türen, Luffa schwämme, Holz, Rutschen, und, und, und...

Bis wir die Grenze zu Tansania erreicht haben ist es dunkel geworden... auf der Straße sind immer noch Leute, Kinder, Ziegen , Fahrräder und Mopeds (meistens ohne Licht)... sehr ungewohnt.
Am Immigration Office verursachen wir viel Aufregung: das elektronische Verfahren ist offenbar noch nicht richtig etabliert... zum Schluss sind 5 Leute damit beschäftigt uns “abzufertigen “, aber letzt endlich bekommen wir alle unsere Stempel (und die Koffer werden ein Segen nicht Kontrolliert). 

Wir fahren nur noch bis Bukoba und übernachten im Gästehaus der Diözese. Alle sind froh über ein Bett und Schlaf. 


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Neuigkeiten - Oktober 2019

Hallo zusammen, wir sind wieder da! 

Seit Mai ist viel passiert. Die Fotopräsentation ist fertig geworden und ist sehr gut angekommen bei mehreren Veranstaltungen, z.B. im Marien Hospital, Christlichen Klinikum Melle (bei uns), in Kirchengemeinden und bei Seniorengruppen. 

Außerdem hatten wir einen gut besuchten Stand auf dem Afrika Tag in Gut Sutthausen. 




Wir haben sehr viel Wertschätzung und Anerkennung für unsere Arbeit im Frühjahr bekommen. 

Es ist noch einiges an Spendengeldern zusammengekommen, unter anderem auch durch Spenden anlässlich runder Geburtstage, sodass wieder eine Gruppe nach Ndolage fahren kann. 

Meike (unsere Kollegin aus MHO) hatte eine tolle Idee und hat ein Kochbuch zusammengestellt: wie oben (2. Foto) zu sehen ist "Rezepte aus aller Welt". Das Buch ist sehr gut geworden und man kann es für 10 Euro (auch gerne mehr) erwerben. Auf den Afrika Tag haben wir die ersten 20 Exemplare verkauft. (Das kann ein wunderbares Weihnachtsgeschenk sein :D). 


Die Vorbereitungen für den nächsten Besuch in Ndolage laufen auf vollen Touren. Im November werden Meike Mellmann (OP Schwester aus der Marien Hospital Osnabrück), Dr. Martin Joos (Allgemeinmediziner aus Bielefeld, frisch im Ruhestand), und ich, Susanne Stockey (Physiotherapeutin aus dem Christlichem Klinikum Melle) nach Tansania fahren. Für Meike und mich ist es das zweite mal; Martin ist es zwar das erste mal in Ndolage, aber er ist schon oft im Afrika gewesen (Ghana, Namibia, Tansania). 

Unsere Pläne sind u.a. das Mitbringen und in Betrieb nehmen von zwei Diathermie Geräten (zur Blutstillung bei Operationen), das heißt Meike's Aufgabe wird hauptsächlich die Schulung des OP Personals sein. 

Martin möchte sich mit internistischen Krankheitsbildern (z.B. Hypertonie und Diabetes) und deren Behandlung, sowie der Schulung von Mitarbeitern in der Ultraschalldiagnostik beschäftigen. 

Ich werde mich um die Weiterentwicklung der Physiotherapie kümmern; ich hoffe, dass ich viele Patienten vom Frühjahr wiedertreffe, die in der Zwischenzeit in Behandlung geblieben sind, z.B. Jackson und Eddie. Eine große Aufgabe wird die Unterstützung des palliative care Projektes. Viele Informationen und Dokumente sind noch nötig, um den Antrag auf Förderung dieses Projektes durch eine deutsche Stiftung auf den Weg zu bringen. Die Aussichten auf eine Förderung stehen ganz gut.

Wir freuen uns sehr auf die Reise und das Wiedersehen mit unseren Freunden in Ndolage und hoffen, dass wir auch ohne Dan den Blog vor Ort schreiben und hochladen können. 

Aaaa.... haben wir fast vergessen, unsere Spendenkonto ist:
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Update 10.05.2019

Da viele Menschen unseren Blog verfolgt haben und uns dadurch mehr oder weniger auch etwas begleitet haben, haben wir beschlossen den Blog weiterzuführen, um über die Weiterführung des Projekts „Ndolage“ zu berichten.

Freitag, 10 Mai 2019

Jetzt sind wir schon seit vier Wochen wieder zuhause und der Alltag hat uns fest im Griff. Durch die vielen Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen war man jedoch noch sehr lange „zwischen den Welten“- der Unterschied ist einfach sehr groß.

Selbstverständliche Dinge wie "immer-Strom", Wasser aus der Leitung, das man bedenkenlos trinken kann, Waschmaschinen, Auto vor der Tür, usw. fallen einem plötzlich auf...und dieses viele „Viel-zu-Viel“ von allem… Aber natürlich war es sehr schön wieder bei der Familie und den Freunden, Nachbarn und Kollegen zu sein.

„WIE WAR'S ? ERZÄHL MAL!“

Ja, wie war es?? erlebnisreich, beeindruckend, lehrreich, auf jeden Fall erfolgreich und nachhaltig, rührend, anstrengend, schöne Gegend (keine Elefanten und Giraffen, aber Affen!), tolle Früchte,...und viele, viele liebenswerte nette Menschen, für die sich der Einsatz wirklich gelohnt hat! Diese Menschen freuen sich einfach, dass man sie überhaupt sieht und ihnen sogar helfen will.


Durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten können wir per Email und Whatsapp Kontakt halten. Unsere beiden „ Lehrlinge“ schaffen ihre neue Aufgabe gut. 

Jackson ( Op Patient von Guido) geht es gut; er macht sehr gewissenhaft seine Übungen.





Ich (Susanne) bekomme viele gute Informationen zum Thema „ palliative-care“ ...vielleicht bekommen wir ja eine Art „Kooperation“ hin... die Sache ist es wert.
Unsere „Küchenmädels“ melden sich zwischendurch immer mal- ein schöner Kontakt von Kontinent zu Kontinent! 

Außerdem werden viele Ostergrüsse hin und her geschickt.



Wir werden jetzt eine Fotopräsentation vorbereiten, um umfassend über das Projekt zu informieren, und uns mit den anderen Vereinsmitgliedern von Hand-in-Hand Spendenaktionen überlegen, damit diese gute Sache weitergeführt werden kann. 

Asante sana!

Unsere Reise ist zu Ende! deshalb möchten wir uns bei allen bedanken, die uns vor und während unseres Aufenthalts in Ndolage unterstützt und ermutigt haben, und die durch Geld- und Sachspenden sehr zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.


Die herzliche Verabschiedung durch Kollegen, Freunde und Familie war schön und tat uns gut... viele waren in Gedanken mit uns unterwegs.

Wir wünschen und hoffen, dass diese Unterstützung weitergeht. Die Menschen in Ndolage sind es wert.

DANKE!!! 
(Asante sana!!!) 

Guido, Tobias, Dan und Susanne.


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Freitag 05.04.2019

Freitag 5.4.2019

Um 5:45 Uhr werden wir von Joseph und George abgeholt...es geht in der Dunkelheit nach Bukoba  zum Flughafen… viele Menschen sind auch schon unterwegs, besonders Kinder auf dem langen Weg zur Schule…das hatten wir um diese Uhrzeit noch nicht erwartet..

Der Flug von Bukoba nach Daressalam ist problemlos und in Daressalam haben wir lange Wartezeit.. unser Flug nach Amsterdam  geht erst um 23 Uhr.

Dan und ich nutzen die Zeit und versuchen ans Meer, dem Indischen Ozean, zu kommen…da es doch weiter als gedacht ist, nehmen wir einen Bus. 


Es ist schwül, heiss und voll, aber ein absolut beeindruckendes Erlebnis….Und da ist er dann: der Indische Ozean!!! Für uns beide das erste mal.






Wir gehen über den Fischmarkt und fahren mit einem dreirädrigen Fahrzeug zum Flughafen zurück..in einem Affenzahn, wie auf der Achterbahn, ein Riesenspass für Dan!!!









Unsere verlorene Wette muss noch eingelöst werden,  d.h. Guido bekommt von jedem von uns ein Bier! Prost!!!



Ab in den Flieger, auf Wiedersehen Afrika!!!




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Anfang November sind unsere Kollegen nach Ndolage geflogen. Um deren Aufenthalt vor ort zu folgen klicken sie bitte auf den link Hier.